Wartungs- und Pflegeanleitung für die Beschichtung der Holzfassade

Verschleiß- und Abnutzungserscheinungen, die auf vertragsgerechtem Gebrauch und/oder natürlicher Abnutzung beruhen, sind keine Sachmängel i.S. des Gewährleistungsrechts. Der Erhalt des Wetterschutzes und der Optik von Beschichtungen sowie der Schutz der beschichteten Bauteile kann über viele Jahre daher nur durch eine regelmäßige und fachgerechte Instandhaltung sichergestellt werden.

Die Haltbarkeit und Schutzwirkung der Beschichtung hängt auch von der Intensität der Wetterbeanspruchung ab. Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Wetterbeanspruchung an der Nordseite eines Gebäudes relativ schwach ist, während an der Südwestseite – der Wetterseite – sowie im Wetter freistehende Holzkonstruktionen einer extrem starken Beanspruchung ausgesetzt sind.

Durch den Einfluss der Feuchtigkeit können wasserlösliche Holzinhaltstoffe aus dem Holz gelöst und an die Holzoberfläche transportiert werden. Dies kann zu Verfärbungen der Beschichtungen und/oder angrenzender Bauteile wie z.B. helles Mauerwerk oder Putz führen. Wir empfehlen daher, die Hirnholzflächen mit JOTUN Visir zu versiegeln.

Bei harzreichen Nadelhölzern, wie z.B. Lärche oder Douglasie, kann es zum Ausscheiden von Harz an der Oberfläche kommen. Insbesondere bei dunkel getönten Beschichtungen kommt es außenseitig zu erhöhter Oberflächenerwärmung, die auch das Ausscheiden von Harz fördert.

Voraussetzung für den dauerhaften Erhalt von Aussehen und Funktion:

  • Ordnungsgemäße und trockene Lagerung vor dem Einbau.
  • Fachgerechte Montage der Fassadenprofile mit VA-Schrauben.
  • Beachtung des konstruktiven Holzschutzes.
  • Bei vorlasierter Ware ist innerhalb von 6 bis 8 Wochen nach der Montage mindestens ein Zwischen- und ein Endanstrich aufzubringen. Dabei ist unbedingt auf ausreichende Schichtstärke, insbesondere auch an den Rundungen, Seiten und Kehlen zu achten. Bitte beachten Sie auch das jeweilige Technische Merkblatt.
  • Komplett bauseits zu beschichtende Ware hat nach den jeweiligen Verarbeitungshinweisen der Farbhersteller zu erfolgen.
  • Hirnhölzer sowie Schraub-, Nagel- oder Klammerstellen müssen nachgestrichen werden.
  • Die evtl. mitgelieferte Farbmenge für den Zwischen- und Endanstrich ist nur geschätzt – die tatsächlich benötigte Menge kann hiervon abweichen. Entscheidend hierfür ist die Herstellung einer ausreichenden Schichtstärke gem. Herstellerangabe.
  • Eine rechtzeitige, zweimal jährliche (Frühjahr/Herbst) Überprüfung der Anstriche und fachgerechte Ausbesserung einzelner, auch kleinerer Schadstellen.
  • Rechtzeitige Überholungsbeschichtungen unter besonderer Berücksichtigung der Wetterbeanspruchung.
  • Risse und Harzaustritt sind bei Nadelhölzern kein Reklamationsgrund.